Haar, [19. April 2026] – Mit einem Paukenschlag sind wir am Samstag in die erste Partie gegen den amtierenden Deutschen Meister gestartet. Nachdem die Heidenheim Heideköpfe im ersten Inning vorgelegt hatten, antwortete Hubert Zgórzyński prompt mit einem Solo-Homerun zum 1:1. Es blieb jedoch unser einziger echter offensiver Glanzpunkt für lange Zeit.

Nico Holdorf auf dem Mound kämpfte tapfer, doch Heidenheim nutzte jede Lücke. Besonders im vierten Inning zeigten sie ihre Klasse durch eine Serie von Bunt-Singles und aggressives Baserunning, was unseren Rückstand auf 1:5 anwachsen ließ. Wir versuchten im achten Inning noch einmal heranzukommen: Nachdem Oliver Thormählen gesingelt hatte, nutzten wir zwei Fehler der Heidenheimer Defensive, und Quentin Kramer brachte Thormählen zum 2:6 über die Platte. Mehr war an diesem Nachmittag jedoch nicht drin – wir ließen zu viele Läufer auf den Bases (LOB) stranden.

Spiel 2: Ein früher Rückstand wiegt zu schwer

In der zweiten Begegnung des Wochenendes gerieten wir am Sonntag leider noch schneller unter die Räder. Bereits im ersten Inning mussten wir drei Runs hinnehmen, gefolgt von einem defensiv schwachen zweiten Inning, in dem uns drei Errors unterliefen. Plötzlich hieß es 0:5 aus unserer Sicht.

Wir gaben uns nicht auf und versuchten, den Anschluss zu finden:

  • Im dritten Inning sorgte Sam Hermann für den ersten Run nach einem Single von Quentin Kramer.
  • Im vierten Inning nutzte Hubert Zgórzyński seine Schnelligkeit, stahl erst die zweite und dann die dritte Base, um schließlich auf einen Wild Pitch zum 2:8 zu punkten.

Doch Heidenheim ließ nicht locker und baute den Vorsprung im siebten Inning durch eine Serie von Hits auf 12:2 aus. Ein spätes Aufbäumen im siebten Inning brachte uns durch einen 2-RBI-Single von Sam Hermann zwar noch auf 4:12 heran, doch die Hypothek der frühen Fehler war einfach zu groß. Am Ende stand ein deutliches 4:13 auf der Anzeigetafel.

Fazit:

Während wir offensiv punktuell mithalten konnten (insgesamt 10 Hits über zwei Spiele), war die Fehlerquote in der Verteidigung (6 Errors insgesamt) gegen ein Team vom Kaliber Heidenheims fatal. Wir müssen diese Spiele schnell abhaken, an der defensiven Abstimmung arbeiten und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.

Analyse der Disciples-Pitcher

Unser Pitching-Staff hatte über das gesamte Wochenende mit der aggressiven und disziplinierten Plate-Discipline der Heideköpfe zu kämpfen:

  • Strikeouts: Mit insgesamt 14 Strikeouts zeigten unsere Pitcher (besonders Nico Holdorf in Spiel 1), dass sie das Zeug haben, Heidenheimer Batter zu bezwingen. Allerdings fehlte oft der „Out-Pitch“, wenn Läufer in Scoring-Position waren.
  • Kontrolle (Walks/HBP): Dies war die größte Baustelle. 16 Freiläufe (Walks und Hit-by-Pitch) sind gegen ein Top-Team zu viel. Heidenheim nutzte diese geschenkten Bases eiskalt aus, um große Innings zu produzieren.
  • Whip/Hits: Wir ließen 25 Hits zu. Während Heidenheim viele harte Kontakte (Doubles/Triples) produzierte, litten unsere Pitcher zusätzlich unter den defensiven Fehlern (6 Errors), die Innings unnötig verlängerten.

Hubert Zgórzyński: Power und Speed

Hubert war zweifellos unser gefährlichster Akteur. Er bewies, dass er ein Spiel mit einem einzigen Schwung verändern, aber auch durch aggressives Baserunning den Gegner mürbe machen kann.

  • Der „Big Bang“: In Spiel 1 sorgte er für das absolute Highlight, als er den Ball im ersten Inning zum Solo-Homerun über den Zaun jagte und uns damit den zwischenzeitlichen Ausgleich bescherte.
  • Terror auf den Bases: In Spiel 2 zeigte er seine Vielseitigkeit. Obwohl die Hits ausblieben, erarbeitete er sich Walks und verwandelte diese sofort in Gefahr. Mit zwei Stolen Bases (Second und Third) in einem einzigen Inning erzwang er förmlich den Run zum 2:8.
  • Defensive: Licht und Schatten wechselten sich ab. Während er offensiv glänzte, unterliefern ihm am Shortstop leider auch drei folgenschwere Errors, die Heidenheim in die Karten spielten.

Sam Hermann: der „Clutch“-Faktor

Sam bestätigte erneut seine Rolle als verlässlicher Run-Producer. Er blieb ruhig, wenn Läufer in Scoring-Position waren, und lieferte genau dann die nötigen Kontakte.

  • Konstanz: Sam war einer der wenigen, die in beiden Spielen Hits verbuchen konnten. In Spiel 2 war er mit zwei Singles ein ständiger Unruheherd.
  • RBI-Maschine: Besonders beeindruckend war seine Ausbeute im zweiten Spiel. Mit seinem 2-RBI-Single im siebten Inning sorgte er dafür, dass wir uns trotz des hohen Rückstands noch einmal herankämpften und das Ergebnis verkürzten.
  • Team-Player: Sam steuerte insgesamt 3 RBIs zum Wochenende bei und war damit für fast die Hälfte aller unserer erzielten Runs (6) direkt verantwortlich.
# Team W L PCT STK
1. Guggenberger Legionäre 4 - 1.000 W4
2. Heidenheim Heideköpfe 3 1 .750 W3
3. Mainz Athletics 2 2 .500 L2
4. Stuttgart Reds 2 2 .500 L1
5. Gauting Indians 1 3 .250 W1
6. München-Haar Disciples - 4 .000 L4