Haar (8. Juni 2026) – Das Heimspiel-Wochenende gegen die Stuttgart Reds hatte für die Fans im Ballpark Eglfing alles zu bieten: Nervenkitzel, Aufholjagden und hochdramatische Schlussphasen. Am Samstagabend und Sonntagmittag lieferten wir den Gästen aus dem Schwabenland zwei packende Duelle. Am Ende mussten wir uns jedoch in beiden Partien (5:11 und 3:4) geschlagen geben, obwohl der Ausgleich jeweils zum Greifen nahe war.

Spiel 1: Stuttgart nutzt das dicke sechste Inning

Am Samstagabend erwischten wir einen Start nach Maß. Nachdem Nico Holdorf auf dem Mound im ersten Inning durch Kontrollprobleme einen Run abgeben musste, drehten wir das Spiel im direkten Gegenzug. Ein Single von Hubert Zgórzyński sowie produktive Schlagmal-Auftritte von Dean Sacher und Moritz Broske brachten uns mit 2:1 in Führung. Bis zum fünften Inning hielten wir die Partie beim Stand von 2:4 völlig offen.

Der entscheidende Rückschlag folgte im sechsten Inning: Die Reds erwischten unseren Relief-Pitcher Oliver Thormählen eiskalt und schraubten das Ergebnis durch eine 5-Run-Rallye auf 9:2 hoch. Doch unsere Jungs bewiesen erneut Moral. Im siebten Inning verkürzten Simon Weinsteiger per Double und Francisco Riestra per Sacrifice Fly auf 4:9. Im achten Inning luden wir bei keinem Out sogar die Bases komplett auf, verpassten es aber, Profit daraus zu schlagen. Stuttgart legte im neunten Inning nach, sodass unser spätes Aufbäumen durch ein weiteres RBI-Single von Sacher nur noch Kosmetik zum 5:11-Endstand bedeutete.

Spiel 2: Ein emotionaler Krimi bis zum letzten Out

Am Sonntagmittag entwickelte sich ein echter Thriller. Samuel Hidalgo geriet im zweiten Inning zunächst mit 0:2 in Rückstand, doch im dritten Durchgang schlugen wir zurück. Ein Double von Owen Fierlbeck, ein sensationelles Triple von Zgórzyński und ein anschließendes RBI-Single von Quentin Kramer glichen das Spiel zum 2:2 aus. Im vierten Inning überschlugen sich die Ereignisse, als sowohl unser Pitcher als auch der Coach des Feldes verwiesen wurden.

Oliver Thormählen übernahm bärenstark im Relief und hielt die Stuttgarter Lineup in Schach. Im fünften Inning gingen wir sogar in Führung: Patrick Ludin erlief nach einem kontrollierten Steal und einem gegnerischen Catcher-Error das viel umjubelte 3:2. Stuttgart glich im siebten Inning glücklich aus, und wir ließen im Gegenzug erneut drei Runner auf den Bases stranden. Das bittere Ende folgte im neunten Inning: Ein Defensivfehler ermöglichte den Gästen den Run zum 3:4. Gegen den neuen Stuttgarter Pitcher Moritz van Bergen fanden wir im letzten Angriffsversuch kein Mittel mehr.

Fazit: Die Big Hits fehlen in den Schlüsselmomenten

Auch wenn die Ergebnisse am Ende zugunsten von Stuttgart ausfielen – eines davon hauchdünne, haben diese zwei Spiele einmal mehr gezeigt, dass wir ebenbürtig sind. Wir haben uns bärenstarke Chancen erarbeitet und die Reds phasenweise enorm unter Druck gesetzt – jetzt gilt es, uns in den entscheidenden Momenten mit geladenen Bases noch belohnen. Wenn wir diese hochkarätigen Gelegenheiten künftig nutzen und der Defensive den letzten Feinschliff verpassen, werden wir diese engen Krimis ganz sicher für uns entscheiden. Die gezeigte Teamleistung macht verdammt viel Mut und zeigt ganz deutlich: Die Richtung stimmt absolut!

# Team W L PCT STK
1. Heidenheim Heideköpfe 13 3 .813 W1
2. Guggenberger Legionäre 11 5 .688 L1
3. Stuttgart Reds 9 7 .563 W3
4. Mainz Athletics 8 8 .500 W2
5. Gauting Indians 5 11 .313 L3
6. München-Haar Disciples 2 14 .125 L5
BeforeAfter
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