Haar (22. Juni 2026) – Das hatte sich unser Team ganz anders vorgestellt. In den beiden finalen Partien der regulären Saison trafen wir im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell auf die Gauting Indians. Vor heimischer Kulisse wollten wir die Spielzeit gebührend beenden, erlebten jedoch ein extrem bitteres Wochenende. Trotz großem Kampf und späten Aufholjagden fehlte uns in den entscheidenden Momenten das nötige Glück, sodass wir beide Spiele mit 2:3 und 6:9 aus der Hand geben mussten.

Spiel 1: Defensiv-Krimi geht hauchdünn an die Gäste

Das erste Duell am Samstagabend entwickelte sich schnell zu dem erwarteten, zähen Abnutzungskampf. Unser Starting Pitcher Nico Holdorf lieferte eine starke Leistung ab und hielt die gegnerische Offensive über weite Strecken in Schach. Im dritten Inning gerieten wir durch zwei Wild Pitches unglücklich mit 0:2 in Rückstand, ließen uns davon aber nicht beirren.

Im fünften Durchgang belohnten wir uns für den Aufwand: Ein Double von Patrick Ludin und ein wichtiges RBI-Single von Quentin Kramer brachten uns den umjubelten 2:2-Ausgleich. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Im achten Inning gelang den Indians nach einem Triple der bittere Run zum 2:3. Wir mobilisierten noch einmal alle Kräfte – Moritz Broske schlug im direkten Gegenzug ein starkes Double –, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Ein unglückliches Caught Stealing im neunten Inning besiegelte schließlich die knappe Niederlage.

Spiel 2: Regenschlacht und spätes Aufbäumen werden nicht belohnt

Am Sonntagmittag entwickelte sich von Beginn an ein echter Schlagabtausch. Daniel Wolf auf dem Mound musste im ersten Inning zwar zwei Runs hinnehmen, doch unsere Lineup antwortete sofort. Ein Double von Hubert Zgórzyński leitete die direkte Wende zum 2:2 ein. Dank cleverem Baserunning und produktiven Infielder-Groundouts gingen wir bis zum fünften Inning sogar mit 4:2 in Führung.

Nach einer wetterbedingten Regenpause im siebten Inning riss der Faden jedoch komplett ab. Gauting fand nach der Unterbrechung sofort den Rhythmus und drehte das Spiel durch einen herben 3-Run-Homerun von Chris Howard sowie weitere Hits eiskalt auf 7:4. Valentin Witzku und Tom Krüger versuchten im Relief alles, doch die Indians erhöhten im neunten Inning auf 9:4.

Wer dachte, wir würden uns kampflos ergeben, irrte sich: Im letzten Angriffsversuch zeigten die Jungs noch einmal großes Kämpferherz. Angeführt von Doubles durch Leo Berger und Zgórzyński sowie einem RBI-Single von Simon Weinsteiger verkürzten wir auf 6:9. Am Ende reichten die Chancen nicht mehr, um das Spiel komplett zu drehen.

Fazit: abschütteln und den Fokus neu ausrichten

Zwei Derby-Niederlagen zum Abschluss der regulären Saison tun weh, vor allem weil wir in beiden Spielen phasenweise die bessere Mannschaft waren. Unsere Offensive hat im finalen Inning gezeigt, wie viel Potenzial in ihr steckt. Diese Energie und den unbedingten Kampfgeist müssen wir jetzt mitnehmen, um die Fehler aus den Mittel-Innings zu analysieren und beim nächsten Mal als Sieger vom Platz zu gehen.

# Team W L PCT STK
1. Heidenheim Heideköpfe 17 3 .850 W5
2. Guggenberger Legionäre 15 5 .750 W4
3. Mainz Athletics 10 10 .500 L2
4. Stuttgart Reds 9 11 .450 L4
5. Gauting Indians 7 13 .350 W2
6. München-Haar Disciples 2 18 .100 L9
BeforeAfter
BeforeAfter
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