Haar (27. April 2026) – Das Gastspiel bei den Stuttgart Reds war für uns eine intensive Standortbestimmung. Auch wenn die Ergebnisse (0:10 und 1:5) auf dem Papier deutlich wirken, nehmen wir wertvolle Lehren aus diesen Partien mit. Gegen einen der Playoff-Kandidaten haben wir gezeigt, dass wir phasenweise auf Augenhöhe agieren können und vor allem im zweiten Spiel nur einen entscheidenden Hit von einer Überraschung entfernt waren.

Spiel 1: Ein harter Lernprozess gegen Spitzen-Pitching

In der ersten Begegnung standen wir am Freitag vor der Herausforderung, gegen das dominante Pitching von Jonathan Schäffer Rhythmus aufzunehmen. Während uns offensiv durch Hubert Zgórzyński und Francisco Riestra zwar gute Ansätze gelangen, zeigte uns Stuttgart im siebten Inning eiskalt auf, wie kleine Fehler auf diesem Niveau bestraft werden.

Nico Holdorf hielt uns lange im Spiel, und auch wenn die Reds am Ende davonzogen, war dieses Spiel eine wichtige Lektion in Sachen Fokus und defensiver Stabilität. Solche Partien schärfen unseren Blick für die Details, an denen wir in den kommenden Trainingswochen gezielt arbeiten werden.

Spiel 2: Kampfgeist und spielerische Steigerung

Im zweiten Spiel zeigten wir eine deutliche Reaktion. Samuel Hidalgo lieferte auf dem Mound eine starke Performance ab und hielt die Partie bis tief in die Schlussphase offen. Besonders erfreulich war die Art und Weise, wie wir uns zurückgekämpft haben:

Im sechsten Inning belohnten wir uns für unsere Geduld. Patrick Ludin setzte Stuttgart durch aggressives Baserunning unter Druck, und Hubert Zgórzyński bewies Nervenstärke, als er ihn mit einem präzisen Single zum 1:2-Anschlusstreffer nach Hause brachte. In dieser Phase hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Die Krönung der Aufholjagd blieb uns im siebten Inning trotz geladener Bases zwar verwehrt, doch die Entschlossenheit, mit der wir diese Chance erzwungen haben, war ein starkes Zeichen unseres Potentials.

Fazit: Mit Mut in die nächsten Aufgaben

Diese Spiele gegen die Top-Teams der Liga sind es, die uns als Mannschaft zusammenschweißen. Wir haben gesehen, dass wir uns Chancen gegen jeden Gegner erarbeiten können. Anstatt den Kopf hängen zu lassen, nehmen wir die positiven Sequenzen – wie unser starkes Baserunning und das solide Pitching im zweiten Spiel – als Rückenwind mit.

Wir blicken nicht zurück, sondern mit großem Mut und Entschlossenheit nach vorne. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, und sind bereit, in den kommenden Heimspielen mit noch mehr Herzblut und Überzeugung auf den Platz zu treten.

# Team W L PCT STK
1. Guggenberger Legionäre 5 1 .833 W1
2. Heidenheim Heideköpfe 4 2 .667 L1
3. Stuttgart Reds 4 2 .667 W2
4. Mainz Athletics 3 3 .500 W1
5. Gauting Indians 2 4 .333 L1
6. München-Haar Disciples - 6 .000 L6