Haar (21. Juli 2026) – Was für ein hochemotionales Finale im Wildcard-Race der Saison 2026! Beim letzten Aufeinandertreffen mit den Gauting Indians erlebten wir ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem epischen Last-Inning-Comeback im ersten Spiel am Samstag folgte am Sonntag die Ernüchterung. Am Ende trennten wir uns mit einem Split (4:3 und 0:8) von den Indians.

Spiel 1: Die „9th-Inning-Magic“ schlägt wieder zu

Das Samstagspiel entwickelte sich von Beginn an zu einem wahren Thriller, in dem die Pitcher das Geschehen dominierten. Unser Starter Nico Holdorf hielt die Gautinger Offensive fünf Innings lang schadlos, ehe im sechsten Durchgang der Faden riss. Nach einem RBI-Single von Jakob Huber und einem unglücklichen Defensiv-Error gerieten wir bitter mit 1:3 in Rückstand – die einzige eigene Ausbeute bis dahin war ein RBI-Single von Simon Weinsteiger.

Doch wer dachte, das Spiel sei gelaufen, wurde im neunten Inning eines Besseren belehrt. Gegen Indians-Starter Philipp Kleehaupt bliesen wir zur finalen Attacke: Weinsteiger eröffnete mit einem Single, ehe Leo Berger ein sensationelles RBI-Triple an die Rightfield-Linie hämmerte. Sam Hermann glich die Partie mit einem harten Single zum 3:3 aus. Gauting wechselte den Pitcher, doch wir blieben eiskalt. Nach einem Walk für Moritz Broske und einem perfekten Opferbunt von Dean Sacher, war es Owen Fierlbeck, der mit einem nervenstarken Sacrifice Fly den viel umjubelten 4:3-Führungstreffer markierte. Closer Oliver Thormählen machte im letzten Inning mit den Gautingern kurzen Prozess und tütete den sensationellen Comeback-Sieg ein.

Spiel 2: Offensiv-Blackout führt zu bitterem Shutout

Am Sonntag wendete sich das Blatt komplett. Gegen den überragenden Gautinger Pitcher Ryan Bollinger fanden unsere Schläger zu keinem Zeitpunkt ein Gegenmittel. Während wir in den ersten sieben Innings nur vereinzelte Hits durch Broske, Fierlbeck, Weinsteiger und Sacher verbuchen konnten, erarbeiteten sich die Indians kontinuierlich einen Vorsprung.

Unser Starter Daniel Wolf kassierte bereits im Auftaktinning zwei Runs und verließ den Mound im sechsten Durchgang beim Stand von 0:4. Der Gautinger Angriff hatte jedoch noch nicht genug: Im siebten Inning verpasste Matteo Gründig unserem Relief-Pitcher Valentin Witzku einen Solo-Homerun, ehe die Hausherren die Führung im achten Inning durch ein RBI-Double von Marco Iberle und einen Sacrifice Fly auf 8:0 schraubten. Auch im neunten Inning blieb uns der Ehrentreffer verwehrt, wodurch die bittere Shutout-Niederlage besiegelt war.

Fazit: Licht und Schatten

Während der emotionale Sieg in Spiel 1 die unbändige Moral und die Clutch-Qualitäten der Disciples unter Beweis stellte, offenbarte Spiel 2 deutliche Lücken im Offensiv-Lineup gegen absolutes Top-Pitching. Nun gilt es, die positiven Emotionen vom Samstag mitzunehmen und im Endspurt des Playoff-Races den Stuttgartern das Leben schwer zu machen.

# Team W L PCT STK
1. Heidenheim Heideköpfe 17 3 .850 W5
2. Guggenberger Legionäre 15 5 .750 W4
3. Mainz Athletics 10 10 .500 L2
4. Stuttgart Reds 9 11 .450 L4
5. Gauting Indians 7 13 .350 W2
6. München-Haar Disciples 2 18 .100 L9
BeforeAfter
BeforeAfter
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