Haar (30. Juni 2026) – Was für ein dramatischer Auftakt in das Wildcard-Race der Saison 2026! Im Ballpark Eglfing trafen wir in zwei hochemotionalen Partien auf die Gauting Indians. Beide Spiele waren an Dramatik kaum zu überbieten, boten packende Aufholjagden und Nervenschlachten bis zum allerletzten Out. Am Ende fehlte uns jedoch das nötige Quäntchen Glück und die letzte Konsequenz im Relief-Pitching, sodass wir das Feld zweimal hauchdünn mit 5:6 nach Verlängerung und 10:12 räumen mussten.
Spiel 1: Tie-Breaker-Drama in der Extra-Inning-Nervenschlacht
Das erste Duell am Samstag entwickelte sich von Beginn an zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Starter Nico Holdorf fand trotz anfänglicher Probleme schnell seinen Rhythmus. Nach einem frühen 0:2-Rückstand bissen wir uns im dritten Inning zurück ins Spiel: Owen Fierlbeck scorte nach einem Sacrifice Fly von Hubert Zgórzyński, ehe Patrick Ludin nach einem cleveren Baserunning-Manöver und einem Error den 2:2-Ausgleich besorgte.
Im fünften Inning gingen wir durch aufeinanderfolgende RBI-Doubles von Leo Berger und Simon Weinsteiger sogar mit 4:2 in Führung. Die Indians glichen das Spiel im achten Durchgang durch ein unglückliches Wild Pitch zum 4:4 aus. Nachdem im neunten Inning nichts Zählbares heraussprang, ging es in die Verlängerung mit der Tie-Breaker-Regelung (Läufer auf 1 und 2). Hier schlug das Pendel leider zugunsten der Indians aus: Gautings Marco Iberle hämmerte ein folgenschweres 2-RBI-Triple zur 6:4-Führung ins Centerfield. Im Nachschlagen reichte es durch ein RBI-Single von Berger nur noch zum 5:6-Anschluss, bevor das dritte Out unsere Hoffnungen begrub.
Spiel 2: Offensiv-Spektakel endet in dramatischem Neunten Inning
Das zweite Spiel des Wochenendes knüpfte nahtlos an die Intensität der ersten Begegnung an, entwickelte sich jedoch zu einem echten Schlagabtausch der Offensivreihen. Wir erwischten einen Traumstart: Ein Double von Berger sowie Singles von Quentin Kramer und Bernd Radovic brachten uns im ersten Inning eine schnelle 2:0-Führung. Bis zum vierten Durchgang bauten wir den Vorsprung – begünstigt durch ein starkes RBI-Single von Owen Fierlbeck und einen gegnerischen Balk – auf 7:3 aus.
Daniel Wolf lieferte auf dem Mound über sechs Innings einen harten Fight, musste aber im siebten Inning nach einigen harten Hits der Indians den 6:7-Anschluss hinnehmen. Oliver Thormählen beruhigte die Partie im achten Inning im Relief komplett, ehe Kramer im Nachschlagen per RBI-Single den vermeintlich beruhigenden 8:6-Vorsprung herstellte.
Das bittere Ende folgte im verflixten neunten Inning: Drei aufeinanderfolgende Hit by Pitches und ein Walk brachten die Indians ohne Hit zurück ins Spiel, bevor die Gautinger Lineup mit einem Double und Singles eiskalt zustach und das Ergebnis auf 8:12 schraubte. Doch unsere Jungs zeigten enormen Charakter: Im letzten Angriffsversuch starteten wir mit geladenen Bases eine furiose Schlussoffensive. Ein Sacrifice Fly von Aodhan Queen und ein RBI-Single von Moritz Broske brachten uns noch einmal auf 10:12 heran. Zum ganz großen Coup reichte es am Ende leider nicht mehr.
Fazit: Die Offensiv-Power stimmt, das Glück kehrt zurück
Auch wenn zwei knappe Niederlagen zum Auftakt des Wildcard-Races extrem schmerzen, hat das Team gezeigt, dass es spielerisch und kämpferisch absolut auf Augenhöhe agiert. Unsere Offensive hat bewiesen, dass sie zweistellig scoren und in den entscheidenden Momenten zurückschlagen kann. Wenn wir in den kommenden Spielen die Freeze-Phasen auf dem Mound minimieren, werden wir uns für diesen enormen Aufwand auch wieder mit Siegen belohnen.
| # | Team | W | L | PCT | STK |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Heidenheim Heideköpfe | 17 | 3 | .850 | W5 |
| 2. | Guggenberger Legionäre | 15 | 5 | .750 | W4 |
| 3. | Mainz Athletics | 10 | 10 | .500 | L2 |
| 4. | Stuttgart Reds | 9 | 11 | .450 | L4 |
| 5. | Gauting Indians | 7 | 13 | .350 | W2 |
| 6. | München-Haar Disciples | 2 | 18 | .100 | L9 |
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